Fremdes..., Seelisches...

Zitate des Tages


„Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die begrenzte Wahrnehmung anderer Menschen definiert.“
Virginia Satir

„Wenn eigener Schmerz in der Kindheit immer wieder verleugnet werden musste, dann wird dieser Schmerz später anderen zugefügt. Man verhöhnt den Schmerz, den man anderen zufügt, aber am tiefsten verhöhnt man den Schmerz, den man selbst erlebte und nicht fühlen durfte.“
Arno Gruen

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Verdeckter Narzissmus hat zwei Gesichter


Verdeckter Narzissmus ist viel leichter zu erkennen, wenn du eine Grundregel im Kopf behältst:

Er tarnt seine wahren Absichten wie ein Chamäleon und zeigt sich nach außen freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. So bietet er auch keine Angriffsfläche. Niemand schöpft Verdacht. Deshalb wird dir so schnell auch niemand glauben, wenn du ihm von seinem anderen Gesicht erzählen willst.

Andere Menschen nehmen ihn ganz anders wahr und glauben dadurch eher seine Version der Geschichte. Wenn du dich in einer toxischen Beziehung mit einem verdeckten Narzissten befindest, kann das besonders fatal sein. Da dir niemand glaubt, kann er andere leicht davon überzeugen, du seist im Grunde das Problem und nicht er.

Anders als grandiose Narzissten wirken verdeckte Narzissten selbstkritisch. Sie sind eher zurückhaltend und introvertiert. Doch sie brauchen ihre narzisstische Zufuhr aus Anerkennung, Bewunderung, Bestätigung und Aufmerksamkeit nicht weniger als andere Narzissten. Sie holen sie sich nur in einer anderen Form.

Zum Beispiel, indem sie dich für ihr Leid verantwortlich machen und in dir Schuldgefühle erzeugen. Oder dadurch, dass sie sich für andere unersetzlich machen und sich so gerbraucht fühlen. Und besonders typisch: indem sie sich am Leid anderer ergötzen. (…)

Verdeckter Narzissmus bei einem dir nahestehenden Menschen kann sich stark toxisch auf dich auswirken. Durch ihren übersteigerten Eigennutz, ihre Rücksichtslosigkeit und mangelnde Empathie setzen verdeckte und andere Narzissten nicht bloß deinem Selbstvertrauen zu. Ihr Verhalten schädigt dich auf mehreren Ebenen zugleich.

Ein Mensch mit verdecktem Narzissmus lässt dich glauben, du und deine Wünsche, Ängste, Hoffnungen und Bedürfnisse seien unwichtig, nur seine würden zählen. Indem er dich regelmäßig entwertet schadet er deinem Selbstwertgefühl. Du beginnst, dich mit anderen Augen zu sehen.

Ein verdeckter Narzisst isoliert dich von deinem Umfeld und deinen Kraftquellen, bringt andere gegen dich auf und manipuliert deine Wahrnehmung, sodass du mit der Zeit stark an dir selbst zu zweifeln beginnst. Da du mit deiner Sicht der Dinge meist ganz allein dastehst, fragst du dich irgendwann, ob vielleicht wirklich du das Problem bist und nicht er.

Dazu tragen auch die Schuldgefühle bei, die ein Mensch mit verdecktem Narzissmus bei seinen engen Vertrauten erzeugt, wie niemand sonst es kann. Das macht auch eine spätere Trennung umso schwerer. Oft ist ein völliger Neuanfang nötig.

Neben psychischen und psychosomatischen Folgen schadet verdeckter Narzissmus dir auch noch in anderen Lebensbereichen. Durch die starke psychische Belastung kann es zu Problemen auf der Arbeit kommen, wenn du durch den Psychostress zuhause regelmäßig unkonzentriert und fahrig bist.

Auch in finanzieller Hinsicht nutzen verdeckte Narzissten ihre Mitmenschen häufig aus. Sie leihen sich beispielsweise Geld, das sie nie zurückzahlen oder schreiben (…) deine Erfolge ihrer Unterstützung zu. (…)

Neben den üblichen Red Flags für Narzissmus gibt es einige Verhaltensweisen und Charakterzüge, die besonders typisch für verdeckten Narzissmus sind. Einige darunter kommen auch bei anderen Narzissmus-Formen vor, sind jedoch beim verdeckten Narzissmus besonders stark ausgeprägt.

Verdeckte Narzissten: 10 Anzeichen

  • Sie geben sich gern als Gutmenschen aus.
  • Sie brauchen es, gebraucht zu werden.
  • Sie lassen sich gerne bitten.
  • Sie hören dir zu, um Informationen zu sammeln.
  • Sie ändern oft ihre Meinung.
  • Sie werten andere lieber ab, statt selbst zu glänzen.
  • Sie glauben, keiner wisse sie angemessen zu schätzen.
  • Sie verbringen viel Zeit in einer fantasierten Parallelwelt.
  • Sie neigen zu Gewalt.
  • Sie freuen sich, wenn es anderen schlecht geht. (…)

5 besonders typische Anzeichen für verdeckten Narzissmus

  • Verdeckte Narzissten zeigen ein teuflisches Grinsen, wenn es anderen schlecht geht.
  • Ein verdeckter Narzisst liebt es, Schuldgefühle zu erzeugen.
  • Verdeckte Narzissten sind Energievampire.
  • Ein verdeckter Narzisst kreist ständig um sein Selbstmitleid.
  • Verdeckte Narzissten sind voller Selbstzweifel.

Weiterlesen: https://andreas-gauger.de/verdeckter-narzissmus/

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Erich Fromm: Sich und anderen die Wahrheit zumuten


Die Wahrheit hat eine besondere Eigenschaft. Da sie die Wirklichkeit ausdrückt, erreicht sie den Menschen, was die Halbwahrheiten nicht tun. Bin ich auf einen anderen Menschen in echter Weise bezogen, also wirklich bei ihm und in ihm, und sage ich ihm, was in diesem anderen eine Wirklichkeit ist, dann ist es für den anderen sehr schwer, weiterhin an seinem Widerstand festzuhalten, es sei denn, er ist sehr schwer krank.

Ansonsten aber gilt: Wenn ich auf der Basis dieses ganzheitlichen Kontaktes ihm sage, was ich sehe, dann wird er sich nicht mehr mit einer Fülle von Rationalisierungen davonstehlen. Sage ich ihm aber nur die halbe Wahrheit, weil ich davon überzeugt bin, dass er die ganze Wahrheit noch nicht ertragen kann, dann erreiche ich ihn nicht.

Weiterlesen: https://brennstoff.com/artikel/die-wahrheit-sich-und-anderen-zumuten/

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Vom Überleben ins Leben


Was verbindest du mit den Begriffen „Täter“ und „Opfer“? Bei den meisten werden Assoziationen zu körperlicher Gewalt geweckt. In diesem Artikel zeige ich dir jedoch, dass es oftmals um viel subtilere, feinere Aspekte von „Täter sein“ oder „sich als Opfer fühlen“ geht.

Für mich ist dieses Thema ein sehr zentrales in meiner Praxis als Prozessbegleiterin und deshalb möchte ich gerne mit dir meine Erkenntnisse teilen.

Regelmässig erlebe ich es in meinen Sitzungen, dass Klienten unbewusst in einer so genannten Täter-Opfer-Dynamik gefangen sind. Ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder anderen Formen der zwischenmenschlichen Beziehungen, zeigt sich diese Dynamik am ehesten.

Weiterlesen: https://eins-sein.ch/taeter-opfer-dynamik/

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Wie Dir der Ausstieg gelingt


Sobald Du anerkennst, dass Du selbst Opfer warst und bereit bist, die Opferrolle aufzugeben, wirst Du sensibler für Verstrickungsangebote von (potenziellen) Tätern. Du wirst dann auch Bewusstheit darüber erlangen, wo Du selbst Täterverhalten zeigst. Es ist ein natürlicher Prozess, der ganz von allein voranschreitet, wenn Du die richtigen Schritte gehst.

Weiterlesen: https://ganzwerdung.net/taeter-opfer-dynamik/

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Weisheit


Früher oder später werden viele von uns, die auf dem Weg des Erwachens und der Erkenntnis stehen, mit dem Gefühl konfrontiert, dass sie sterben werden…

Es ist, als ob wir nicht mit unserem Körper, sondern mit unserer Persönlichkeit sterben würden. Dieser Zustand kann sich als Apathie, Hoffnungslosigkeit, auftauchende Negativität, innere Blockaden und Sinnlosigkeit des Daseins im Allgemeinen äußern.

Alles scheint unnötig. Nicht wichtig.

Wir spüren den Mangel an Kräften und Wünschen, Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Wir brauchen keine Angst vor solchen Zuständen zu haben, sondern beobachten sie einfach.

In diesen Momenten muss etwas Tieferes, Wahrhaftigeres und Wertvolleres in uns an die Oberfläche kommen.

Der Zustand des Konflikts zwischen den alten, archaischen Einstellungen in uns und dieser inneren, neuen Einstellung verursacht ein Gefühl des Sterbens.

Dies ist eine Veränderung unserer Bewusstseinsebene, wenn wir uns einem neuen, höheren Grad nähern. Zum Licht sind wir schon vorher gegangen.

Wir müssen diesen Zustand sein lassen. Lauft nicht davor weg. Vergeudet keine kostbare Energie für die Flucht. In diesem Fall haben wir sie nur für die notwendigsten Dinge – Meditation, Gebet, Stille, Schlaf, Essen.

Wenn wir in einem Team arbeiten, ist es besser, den Kreis der Kommunikation so weit wie möglich zu reduzieren. Redet in einer solchen Zeit nicht viel. Die Dummheit von sinnlosen Gesprächen und Diskussionen wird besonders deutlich wahrgenommen. Die menschliche Unvollkommenheit, sowohl die fremde als auch die eigene, ist für das Ohr äußerst unangenehm.

Je mehr wir uns diesem Zustand hingeben, desto schneller und leichter wird er vorübergehen, und desto eher werden wir etwas für uns Wichtiges und Neues erkennen.

Sinnlosigkeit, Frustration und Apathie sagen uns, dass wir von Illusionen befreit werden. Von unseren alten Gewohnheiten. Von all dem Gerümpel, das in unserem Kopf und unserer Seele gelebt hat. Lassen wir das Zeug raus. Die Sonnenwinde helfen uns ständig.

Viele von uns haben bereits gelernt, die Annäherung dieser Zustände zu hören und alles zu eliminieren, was unsere Aufmerksamkeit in den Kanal ziehen kann, den wir nicht brauchen.

In solchen Fällen ist es besser, Gespräche auf ein Minimum zu beschränken, uns Zeit der Stille zu lassen, in das Nichtstun zu gehen, wenn wir arbeiten müssen. Das heißt, die Dinge einwandfrei zu tun, aber gleichzeitig, ohne sich darauf zu konzentrieren.

Es ist wichtig, mehr sauberes Wasser zu trinken. Nicht zu viel essen, weil wir denken, dass wir eine Melancholie haben und uns Köstlichkeiten leisten können, und vor allem nicht zu Alkohol oder Beruhigungsmitteln greifen.

Wir brauchen nicht zu nagen und uns selbst zu bemitleiden. Beseitigt, was uns verursacht, Energie zu verlieren, und lasst nur das, was unser Bewusstsein hilft.

Diesen Zustand gilt es aufzugeben und das zu tun, was durch innere Veränderungen erforderlich ist. Lebe es einfach.

Wir müssen auf unsere Intuition hören und nach ihr handeln. Es ist nicht notwendig, auf der Grundlage von „es ist notwendig!“, „ich bin verpflichtet“, „jeder lebt normal, und ich …“ zu handeln. Das ist genau das, was unser Bewusstsein abtötet und uns in die Melancholie oder – noch schlimmer – in die Depression treibt.

Gebt auf keinen Fall die Praxis des Gebets, der Meditation oder der Reinigung auf. Hört immer wieder in euch hinein, was unsere Seele verlangt. Vielleicht verlangt sie danach, ein Buch aufzuschlagen, das Licht auszuschalten und zu tanzen oder stundenlang zu sitzen und die Natur zu beobachten. Wir müssen flexibel sein, um die richtigen Tipps zu hören.

Geratet in diesem Zustand nicht in Panik. Denkt nicht, dass wir verloren sind. Beobachte diesen Zustand. Seid in ihm. Und dann könnten wir die wirkliche Forderung unserer Seele hören, die, wenn sie an die Oberfläche kommt, unseren Schritt in ein neues Stadium des Übergangs markiert.

Und zum Abschied noch ein paar Tipps aus dem klassischen Dialog zwischen Depression und einem Buddhisten.

Depression: Du bist nichts.

Buddhist: Ich danke dir für das Kompliment.

D.: Dein Leben ist leer, es gibt nichts Gutes darin.

B.: Wenn es leer ist, dann gibt es auch nichts Schlechtes darin. Es stellt sich heraus, dass ich frei bin.

D.: Es gibt keine Liebe. Es gibt keine Güte. Es gibt keine Freude.

B.: Eindeutig. In dieser Realität gibt es nur zwanghafte Illusionen, die vom menschlichen Ego diktiert werden. Wir sind ihre Schöpfer.

D.: Über dieser Welt schwebt das Leiden.

B.: Aber es kann kein Leid ohne Freude geben.

D.: Du wirst sterben, ohne die Wahrheit zu erkennen.

B.: Nun, das ist definitiv nicht beängstigend, denn es liegen noch so viele Leben vor uns.

D.: Es gibt Krieg, Lügen, Abscheulichkeiten und Versuchungen, die Erde steckt in ihrer eigenen Scheiße. Die Menschheit ist dem Untergang geweiht.

B.: Der Kosmos ist groß. Und was auch immer geschieht, es geschieht im Namen der universellen Harmonie. Unsere Seelen sind reine Energie, die sich auf die eine oder andere Weise, früher oder später, von der weltlichen Schwere befreien und in der Unendlichkeit des Lichts auflösen wird.

D.: Geh zum Teufel, Besserwisser!

(…).

Quelle: https://www.disclosurenews.it/the-tips-from-3d-to-4d-and-5d-lev/

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Fremdes..., Gedichte..., Seelisches...

Ich zünde heute eine Kerze an


Ich zünde heute eine Kerze an

Für all die zerbrochenen Freundschaften
Für all die zerstörten Beziehungen
Für all die gespaltenen Familien
Für all die getrennten Wege

Für alle, die sich nötigen ließen, gegen ihren Willen
Für alle, die um des lieben Friedens Willen nachgegeben haben
Für all die verängstigten Kinder und deren ruinierte Kindheit
Für alle, denen der Mut fehlt, nein zu sagen
Für all die Belogenen und Getäuschten
Für alle, die sich aus Schwäche fügen
und für alle, die einen Fehler gemacht haben

Für all die Leichtgläubigen
Für alle Vereinsamten
Für alle Hoffnungslosen
Für alle Geschädigten
Für alle Verwirrten
Für alle Suchenden

Für alle Wütenden und alle die trauern
Für alle, die kalt im Herzen geworden sind
Für alle, die ihre Liebe nicht mehr finden
Für alle, die sprachlos geworden sind
Für alle, die blind vor lauter Angst sind
und für alle, die im anderen den Feind sehen

Für alle, die viel verloren haben
Für alle Fallengelassenen 
Für alle Missverstandenen
Für alle, deren Kraft zur Neige geht
Für alle, denen das Land
und die Menschen fremd geworden sind
Für alle, die kein Vertrauen mehr finden
Für alle, die verzweifelt ein Licht im Dunkeln suchen

Ich zünde heute eine Kerze für uns alle an
in der Gewissheit, dass wir wieder heil werden, irgendwann…

(Verfasser unbekannt)

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Besinnung


Tage oder Jahre?
Lang war sie fort
Nun also wieder:
Sehnsucht

Nach Nähe, Geborgenheit, Zärtlichkeit
Gesehenwerden
und Vertrauen

Wachstum
Entwicklung
Veränderung, vielleicht

Wie konnte man leben
so lang ohne sie?

Verkrustet, verpanzert, verstaubt
sich selbst vergessen
taub, und doch
ohne Angst

Angst
sich dank ihr
nicht mehr verstecken
und schützen zu können
Das eigene Zarte
und Verletzte vor der Welt

Angst
vor Wachstum,
Entwicklung, Veränderung
Vielleicht

(9. März 2021)

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Journalistisches..., Seelisches...

Die Freude am Ungehorsam


Hoffnungslosigkeit und Ohnmachtsgefühle sind der ideale Nährboden für Neoliberalismus und Krieg. Dem setzt Rubikon seine Mutmach-Sonderausgabe entgegen, die vom 18. bis 22. Februar 2020 erscheint.

von Elisa Gratias, Jens Lehrich und Jens Wernicke

Eine bessere Welt ist nötig. Möglich wird sie aber erst, wenn viele Menschen die tiefe Sehnsucht danach in sich spüren und zulassen. Wenn sie zugleich den Mut in sich entwickeln, bei starkem Gegenwind voranzuschreiten, denn die Mächtigen wollen uns nicht als glückliche, voll verwirklichte Menschen. Bürger mit starkem Defizit-Empfinden sind leichter manipulierbar. Oft gilt die Absicht, es sich gut gehen zu lassen und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten unter politischen „Köpfen“ als irrelevant oder gar konterrevolutionär. Das ist ein Trugschluss. Nur Menschen, die mit sich im Reinen und davon überzeugt sind, dass sie Besseres verdienen, werden sich ihr Recht auf ein erfülltes Leben erkämpfen. In einer Welt, in der wir gezwungen werden sollen, uns in eine graue Welt zu fügen, führt der Weg zum Glück über den Ungehorsam. Der Rubikon feiert den freudvollen Widerstand mit einem Themen-Special.

„Es ist eine der wichtigsten Strategien psychologischer Kriegsführung, uns unser Recht auf ein schönes und erfülltes Leben auszureden! Leiden gehört zum Menschsein. Ein erfülltes Leben allerdings auch. Es liegt also in unserer Verantwortung, dem Bewusstsein für Leid ein Bewusstsein für die Schönheit des Lebens zur Seite zu stellen“, schreibt Christiane Borowy im Rubikon-Buch „Nur Mut!“.

Ähnlich sieht es auch Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke:

„Wenn wir nicht daran glauben, dass wir es wert sind, gut behandelt und geliebt zu werden, neigen wir dazu, uns den Interessen und Ideologien der Mächtigen zu unterwerfen. Dann geben wir ein ums andere Mal klein bei, wenn man uns den nächsten Krieg oder Maßnahmen gegen unser aller Wohl zu ‚verkaufen‘ sucht — denn die anderen wissen ja, was ‚für uns alle‘ das Beste ist. Die Errichtung einer besseren, menschlicheren Welt beginnt daher stets bei der Wiederentdeckung der eigenen Würde, dem festen Glauben an sie und unsere ureigene Wahrnehmung: Nur, wenn wir uns selbst wertschätzen und unseren Gefühlen trauen, können wir Lüge, Verrat und Missbrauch erkennen und ihnen widerstehen.“

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/die-freude-am-ungehorsam

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Der Wahnsinn der Normalität


Es ist scheinheilig, die Kriege zwischen Staaten zu verdammen — und den Krieg im gesellschaftlichen Alltag zu übersehen, der unsere Kinder und uns unserer Selbstwahrnehmung und unseres Mitgefühls beraubt.

von Birgit Assel

Der Artikel vom Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke, der kürzlich im Rubikon erschien, hat mich sehr berührt. Sein Mut, seine persönliche Situation und seine Kindheitsgeschichte öffentlich zu machen, beeindruckte mich tief. Tagtäglich werden kleine Menschen verängstigt, zu etwas gezwungen, traumatisiert. Aus diesen kleinen Menschen werden gebrochene Erwachsene. Und aus jenen, die sich dieser Verletztheit nicht stellen, entsteht eine entfremdete Gesellschaft, die weder sich noch den Planeten, auf dem sie lebt, zu schützen oder zu lieben vermag. Sie fühlt sich selbst nicht mehr und hat damit auch den Zugang zu dem verloren, was wahr und richtig ist. Es ist höchste Zeit, endlich über Trauma zu reden!

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/der-wahnsinn-der-normalitat-2

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