Journalistisches..., Seelisches...

Seien wir uns etwas wert!


Wir sollten lernen, das Leben und einander zu lieben — eine andere Wahl haben wir nicht.

von Elisa Gratias und Jens Wernicke

Woran erkennen Sie Beziehungen von Wert? Daran, dass der andere Ihnen nach dem Mund redet oder stets tut, was Ihrer Meinung nach das Beste für Sie ist? Wir meinen: Wirkliche Be-ziehung sieht anders aus — und ist vor allem eines: ein Ort offener Bezogenheit, die zu persönlichem Wachstum einlädt. Ein Ort, an dem Empathie Brücken über Differenzen baut, kein Ort, an dem jeder den anderen zu erziehen und sich selbst gleich zu machen versucht.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/seien-wir-uns-etwas-wert

Standard
Journalistisches..., Seelisches...

Die Sehnsucht nach Leben


Wie politisch das zutiefst Private ist, skizziert Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke in einem sehr persönlichen Hilferuf.

Als er 11 Jahre alt war, kam die Frau, die er Mutter nannte, überraschend des Nachts in sein Zimmer und sprach, die Stimme unverhohlen mit Hass erfüllt: „Vater ist tot. Er ist tot, weil du immer so ein böser Junge warst. Und er kehrt nie mehr zurück.“ Die Tür schloss sich, als die Mutter ging, und für ihn erlosch in diesem Moment nicht nur erneut das Licht in seinem Kinderzimmer, sondern zugleich auch das Licht der Sterne. Sein Universum verfinsterte sich und ein gewichtiger Teil seiner Seele starb seinem Vater nach. Für viele Monate, vielleicht Jahre, verlor er das letzte bisschen seiner Fähigkeit, zu lachen oder zu weinen. Dabei war der Vater, von dem diese Frau sprach, erst vor wenigen Jahren in sein Leben getreten und hatte ihn schließlich mit seiner Zustimmung adoptiert. In einer Welt voller Angst und Wahnsinn war er für kurze Zeit der einzig sichere Hafen für diesen Jungen gewesen. Etwas, das er bis dahin gar nicht gekannt hatte, und nach dem er den Rest seines Lebens auf der Suche sein würde.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/die-sehnsucht-nach-leben-2

Standard
Journalistisches...

Der Glücks-Faktor


Es ist schwierig, doch nicht unmöglich, in heutigen Zeiten ein glückliches Leben zu führen.

Wie besessen hetzen die meisten Menschen — egal ob bettelarm oder ultrareich — dem Geld hinterher. Dabei verpassen sie vor allem eines: ihr Leben. Vom Geld versprechen sie sich Glück, ohne dies jemals zu hinterfragen. Denn würden sie es hinterfragen, fiele ihnen auf, dass selbst die, die schon mehr haben als sie, nicht unbedingt glücklich sind. Andere Menschen mit weniger materiellem Reichtum aber schon. Was macht das Glück also letztendlich aus? Es ist höchste Zeit, die neoliberale Glücks-Ideologie zu hinterfragen und sich differenziert und tiefgründig mit dem Bestreben, das alle Menschen gemeinsam haben, auseinanderzusetzen.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/der-glucks-faktor

Standard
Journalistisches...

Wider den Gehorsam!


Die streikenden Schülerinnen und Schüler brauchen unsere Unterstützung, Erfahrung und Ermutigung in ihrem Kampf für eine bessere Welt, der auch unser Kampf ist.

von Birgit Assel, Jens Wernicke, Madita Hampe

Weltweit widersetzen sich Kinder und Jugendliche der Schulpflicht und insistieren auf ihrem gesellschaftliches Mitspracherecht und einer besseren Welt. Politik und Medien reagieren erwartungsgemäß: mit Drohungen, Verlogenheit sowie falscher weil instrumenteller Solidarität. Damit die Mächtigen mit ihren seit Jahrhunderten eingeübten Herrschaftstechniken nicht auch den Mut und Widerstandsgeist dieser jungen Generation brechen, braucht diese jetzt unsere Wertschätzung, Wahrhaftigkeit und wirkliche Solidarität — in weniger lieblosen Zeiten hätte man es „Liebe“ genannt. Die Kinder und Jugendlichen brauchen Ermutigung, sich zu wehren und ihren eigenen Weg zu gehen. Keine „Erziehung“, elterlichen Ratschläge, linke oder rechte Klugscheißerei — sondern Bestärkung in ihrem Wunsch nach Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und Emanzipation. Erinnern wir uns an Erich Fried, der vor Langem schon schrieb: „Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt“. Und geben wir der Jugend das, was man uns nicht rauben konnte und niemals rauben wird, und was der Glutkern noch jeder sinnvollen Revolte und Revolution war und ist: uns selbst, unsere Erfahrungen, Hoffnungen und Empathie.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/wider-den-gehorsam-2

Standard
Journalistisches...

Das Ende der Demokratie


Während Kriegstreiber und Sozialstaatsfeinde mit staatlichen Geschenken überhäuft werden, nehmen die Repressionen gegen die kritische Zivilgesellschaft immer bedrohlichere Ausmaße an.

von Jens Wernicke und Matthias Burchardt

Wie immer man inhaltlich zur Arbeit von Attac steht, das Urteil des Bundesfinanzhofs in dieser Sache kann nur als weiterer Beleg für das unmittelbar bevorstehende Ende der bürgerlichen Demokratie verstanden werden. Warum? Weil es sichtbar macht, mit welcher Verve und Unverschämtheit die Eliten ihre neoliberale Herrschaft als einzig denkbares Paradigma verteidigen und mit totalitären Mitteln als „demokratisch“ zu legitimieren versuchen. Konkret: Die seit ihrer Gründung für die Privatisierung und Liberalisierung aller Lebensbereiche eintretende Bertelsmann-Stiftung soll, während sie wider die Interessen fast aller Menschen im Lande agiert, selbstverständlich als „gemeinnützig“ gelten dürfen, während Attac dieser Status entzogen wird — allein für das Insistieren darauf, dass eine „andere Welt“ sehr wohl denkbar ist. In Folge genießt eine der mächtigsten, finanzstärksten und gefährlichsten Institutionen im Land Steuerprivilegien, die ihre Machenschaften noch unterstützen, und wird zugleich einer alles andere als gefährlichen NGO, die sich gegen statt für die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten engagiert, der Geldhahn zugedreht.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/das-ende-der-demokratie-2

Standard
Journalistisches...

Das Ende des Journalismus


Interview mit dem Publizisten und Medienkritiker Ulrich Teusch. Exklusivabdruck aus „Lügen die Medien?“.

Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen anderen Ländern geraten die Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort »Lügenpresse«. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Oder gibt es nicht viel mehr strukturelle Probleme, die mit den Eigentumsverhältnissen der meisten Medien ebenso zu tun haben wie mit den inzwischen zur Regel gewordenen Methoden der Manipulation? Liegt es wirklich am einzelnen Journalisten, dass die Medien Unliebsames unterdrücken und statt umfassender Information oftmals Desinformation liefern, die gleichwohl gewissen Kreisen in die Hände spielt?

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/das-ende-des-journalismus

Standard
Journalistisches...

Öffentlich-rechtlicher Gesinnungsjournalismus


Interview mit dem ehemaligen Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam. Exklusivabdruck aus „Lügen die Medien?“.

Regierungsfromm, tendenziös, defizitär, agitatorisch, propagandistisch und desinformativ. Der ehemalige »Tagesschau«-Redakteur Volker Bräutigam findet deutliche Worte für den Gesinnungsjournalismus, den er dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk testiert. Doch was stört ihn genau? Und wie glaubhaft ist die Kritik aus seinen inzwischen zu Dutzenden eingereichten Programmbeschwerden, in denen er etwa die Verbreitung von »Propaganda statt Fakten« sowie von »Falschbehauptungen und Verdrehungen« kritisiert?

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/offentlich-rechtlicher-gesinnungsjournalismus

Standard