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Verrat an Russland


Mit aller Macht treiben die USA Europa und Russland in eine gefährliche Konfrontation.

von Chris Hedges

Die Machthaber der Vereinigten Staaten treiben mit allen Mitteln einen neuen Kalten Krieg mit Russland voran. In einem Interview mit Chris Hedges erklärt der emeritierte Politik- und Russistikprofessor Stephen F. Cohen, wie der Westen Russland verraten hat, wie Putin zum Handlanger des Establishment Washingtons hätte werden sollen, was es mit Russiagate auf sich hat — und wie die Russland-Affäre von der Abschaffung der Demokratie und des Rechtsstaates in den USA ablenken soll.

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Krieg gegen die Friedensbewegung


Damit die Friedensbewegung nicht zu alter Stärke erblüht, werden Friedensaktivisten mit allen Mitteln verleumdet und bekämpft.

von Kilez More

Wer sich heutzutage für den Frieden einsetzt, braucht eine schusssichere Weste. Es sind komische Zeiten… Friedensaktivisten werden diskreditiert und Kriegstreiber werden mit Netflix-Serien und Friedensnobelpreisen überhäuft. Ein einziger Doppelstandard-Irrsinn. Von dem früheren Glanz der Friedensbewegung, als sich breiter Widerstand gegen Kriegsvorbereitungen und Säbelrasseln erhob, ist heute nur noch wenig übrig. Der Krieg ist heute salonfähiger als je zuvor und die, die dagegen ihre Stimme erheben, werden immer stärker bekämpft.

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Der Krieg vor dem Krieg


Die modernen Techniken der Massenmanipulation erinnern an die schlimmsten Alpträume George Orwells. Exklusivauszug aus „Der Krieg vor dem Krieg“.

von Ulrich Teusch

Wes Geistes Kind jemand ist, das erkennt man nicht nur daran, was er schreibt, sondern auch daran, was er weglässt. Die Geschichtsschreibung der Medien zum Beispiel lässt mit Vorliebe alles weg, was nicht ins Bild passt. Menschenrechtsverletzungen der früheren Ostblock-Staaten — ja; Menschenrechtsverletzungen der CIA — nein. Die USA als Befreier vom Hitler-Faschismus — ja; die Rolle der Roten Armee bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs — nein. Der Schriftsteller George Orwell vermerkte zum Thema selektive Geschichtswahrnehmung hellsichtig: „Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft, wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ Ohne aufgeklärtes historisches Bewusstsein können wir weder die Gegenwart noch die Zukunft autonom und friedlich gestalten. Wir müssen daher die Macht über unsere eigene Geschichte wiedergewinnen!

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Die Kriegshetzer


Mit einer neuen „Doku“ betreibt das ZDF Kriegsvorbereitung gegen Russland in einem nie dagewesenen Ausmaß.

von Nicolas Riedl

Am 1. August 2019 veröffentlicht das ZDF eine Dokumentation mit dem Titel „Alte Bündnisse, neue Bedrohungen: Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt“. Mit einer bis dato nicht dagewesenen Kriegseuphorie soll der deutsche Michel auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet werden. Dieser Krieg wird regelrecht herbeigesehnt, die Aufrüstung Deutschlands heraufbeschworen, die Fakten werden so zurechtgebogen, dass sie ins Narrativ passen und Fake-News umhergewirbelt, als seien sie Granatsplitter. Diese Dokumentation ist nicht nur geschichtsvergessen und ein Urinstrahl auf die Gräber von 27 Millionen sowjetischen Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg, sondern auch ein Völkerrechtsverbrechen und Frontalangriff auf den Frieden! Der nachfolgende Verriss liest den mit Tarnfleck bekleideten, zu NATO-Schreihälsen mutierten Mainzelmännchen die Leviten.

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Die Realitäts-Verdreher


Wer die Wahrheit über den Maidan-Putsch und die jüngere Geschichte der Ukraine erfahren will, sollte die ARD weiträumig meiden.

von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer

Die Tagesschau meldet: „Der ukrainische Präsident Selenskyj kann sich nach der Wahl auf eine breite Machtbasis im Parlament stützen. Die jungen, unerfahrenen Abgeordneten sind Chance und Risiko zugleich. (…) Damit steht der Ukraine ein großes politisches Experiment bevor“. Solche Abziehbildchen von Politik und ukrainischer Realität sind nur scheinbar einmalig tumb. Tatsächlich verklebt die Tagesschau seit Juni 2019 nur ähnlich anspruchslose Betrachtungen über das politische Leben in unserem osteuropäischen Nachbarland — falls sie nicht lieber gleich gar nichts vermeldet. In ihrer jahrelangen Propagandaattacke auf das Kurzzeitgedächtnis des deutschen Publikums hat sie diesem schließlich schon erfolgreich das Märchen eingetrichtert, der Maidan-Putsch sei eine demokratische Neuausrichtung der Ukraine gewesen, ein Aufstand der Unterdrückten; die Demokratie sei nun nur noch den „Pro-Russen“ in der Ost-Ukraine beizubringen und die Krim wieder ukrainisch zu machen.

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Russophobie und Größenwahn


In einer neuen „Doku“ erklärt das ZDF Russland und China zu den größten Bedrohungen unserer Zeit, gegen die nur militärisch anzukommen sei.

von Stefan Korinth

Die etablierten Medien sind die zentrale Korsettstange der öffentlichen Anti-Russland-Agenda. Leider fällt besonders das öffentlich-rechtliche Fernsehen wiederholt mit einseitigen politischen Beiträgen zum Thema Russland auf. Aktuell sendete das ZDF am 1. August 2019 eine „Dokumentation“, die unverfroren wie selten das Feindbild Russland konstruiert und die Bürger auf Aufrüstung und Krieg einschwört. Die Filmemacher arbeiten dabei mit Mitteln, die sie dem russischen Staatsfernsehen im umgekehrten Fall sofort als „Propaganda“ vorwerfen würden.

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Die Medien spielen Krieg


Die Mainstream-Medien schüren Kriegsstimmung gegen Russland, verbreiten Propaganda und erklären Russia Today zum „Feindsender“.

von Ivan Rodionov

Aufklärung zu delegitimieren, ist eine ganz wesentliche Strategie im Medienkrieg. So erging es auch RT Deutsch, einem russischen Sender, der immer wieder mal blinde Flecken der üblichen westlichen Presseberichterstattung aufzeugt. Der Vorwurf, ausgerechnet diese Form der Gegenöffentlichkeit sei „Propaganda“, ist natürlich besonders peinlich, wenn sie von notorischen Kampfsendern des bellizistischen westlichen Establishments kommen — etwa dem ZDF, das unlängst durch besonders unsachliche Kriegshetze auffiel.

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Der ewige Krieg gegen Russland


Im Kampf gegen die „rote Gefahr“ verkommt selbst Entspannungspolitik zum Mittel der Eskalation. Exklusivabdruck aus „Der Griff nach Eurasien“.

von Hermann Ploppa

Mit großer Beunruhigung sehen wir, wie die Kriegsvorbereitungen gegen Russland gnadenlos vorangehen. Truppen sind unablässig auf den Weg zur russischen Grenze. Währenddessen sollen die Atomwaffen, die im deutschen Büchel gelagert werden, erneuert und ausgetauscht werden. In diesem Zusammenhang wird oft eine Abkehr von der guten alten Entspannungspolitik beklagt. Damit sind wir bereits auf ein irreführendes Narrativ hereingefallen. Die sogenannte Entspannungspolitik war auch nur eine Kriegsführung mit subtileren Mitteln. Spätestens seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, nach der Entmachtung aller Gefolgsleute des früheren US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, haben die diskreten Eliten der USA unablässig nur ein Ziel vor Augen gehabt: die eurasische Kontinentalplatte mit ihren immensen Reichtümern und ihrer Wirtschaftskraft unter die eigene Regie zu bekommen.

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Der Propaganda-Krieg


Neben militärischen Drohgebährden und wirtschaftlicher Strangulierung setzen die USA vor allem Medienhetze ein, um Russland zu bekämpfen.

von Hannes Hofbauer

Wenn es gleichgültig wäre, was „Schreiberlinge“ Tag für Tag in ihre Notebooks tippen — wie ließe sich dann erklären, dass Machthaber fast immer und überall versuchen, auf Journalisten Einfluss zu nehmen? Dass sie die Kontrolle über die Medien suchen, die ihrerseits Kontrolle über die Köpfe von Millionen Menschen ausüben? Neben militärischer Aufrüstung — so ziemlich das Einzige, worin die USA wirklich die Größten sind — und Wirtschaftssanktionen, die eine Form lautloser Kriegsführung darstellen, gewinnt eine dritte Kriegstechnik immer mehr an Bedeutung: die kriegsvorbereitende und -begleitende Medienmanipulation. Hannes Hofbauer, Autor von „Feinbild Russland“, dokumentiert die Tätigkeit der Task Forces für „strategische Kommunikation.“

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Der Wahnsinn der Normalität


Es ist scheinheilig, die Kriege zwischen Staaten zu verdammen — und den Krieg im gesellschaftlichen Alltag zu übersehen, der unsere Kinder und uns unserer Selbstwahrnehmung und unseres Mitgefühls beraubt.

von Birgit Assel

Der Artikel vom Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke, der kürzlich im Rubikon erschien, hat mich sehr berührt. Sein Mut, seine persönliche Situation und seine Kindheitsgeschichte öffentlich zu machen, beeindruckte mich tief. Tagtäglich werden kleine Menschen verängstigt, zu etwas gezwungen, traumatisiert. Aus diesen kleinen Menschen werden gebrochene Erwachsene. Und aus jenen, die sich dieser Verletztheit nicht stellen, entsteht eine entfremdete Gesellschaft, die weder sich noch den Planeten, auf dem sie lebt, zu schützen oder zu lieben vermag. Sie fühlt sich selbst nicht mehr und hat damit auch den Zugang zu dem verloren, was wahr und richtig ist. Es ist höchste Zeit, endlich über Trauma zu reden!

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Träumen wir größer!


In Zeiten mausgrauer Realpolitik wagt der Rubikon den Aufbruch und die Utopie. „Helft uns, zu träumen! Helft uns, zu helfen!“, lautet Florian Ernst Kirners Appell an die Leserschaft.

von Florian Kirner

Alternativer politischer Journalismus ist oftmals eine Schule des Missmuts. Kritiker der gewiss kritisierenswerten herrschenden Verhältnisse agieren nicht selten nach dem Motto: „Je schlechter sich der Leser nach der Lektüre fühlt, desto besser das Magazin“. Die meisten können sich die totale Apokalypse dabei weitaus besser vorstellen als die Utopie jener gerechteren Welt, in der wir alle leben wollen. Deshalb versucht der Rubikon beides: Grabreden auf das Alte zu halten und zugleich Geburtshelfer des Neuen zu sein. Wir müssen mit der schonungslosen Analyse der vielen schlimmen Fehlentwicklungen unserer Zeit beginnen — dürfen bei diesen aber nicht stehen bleiben. Denn politische Negativität lähmt, wo wir doch alle das Gegenteil von Lähmung bräuchten: die Kraft für einen umfassenden Aufbruch. Helft uns, zu träumen! Helft uns, zu helfen!

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Hinter dem Horizont


Jugendredakteur Nicolas Riedl berichtet, was ihn am Rubikon fasziniert — und warum das Team eine Pause und Ihre Unterstützung verdient hat.

von Nicolas Riedl

Was ist der Rubikon eigentlich? Was macht ihn aus und welche Säulen tragen dieses Projekt? Jedenfalls sind es nicht nur brüchige, antike Säulen. Im Gegensatz zu den allermeisten vergleichbaren Medienprojekten hat der Rubikon eine Jugendredaktion. Jüngere können dort schreiben, was sie bewegt, ohne von den Altvorderen zuvor zurechtgebogen zu werden. Unser Autor stolperte vor zwei Jahren beim Rubikon herein und fasste seither Tritt — als einer der aktivsten Stammautoren. Auch scheinbar Nimmermüde wie das Rubikon-Team brauchen jedoch ab und zu eine Auszeit. Wir machen ab jetzt für drei Wochen Pause, lassen Wissenshungrige aber nicht ganz ohne Lesestoff. Und keine Sorge: Wir treten nur zurück, um Anlauf für einen höchst aktiven Sommer zu nehmen. Damit wir dabei auch wirtschaftlich Rückenwind haben, bitten wir unsere Leserinnen und Leser um ihre Mithilfe. Denn nur zusammen können wir auf der unbequemeren Seite des Rubikon bestehen.

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Seien wir uns etwas wert!


Wir sollten lernen, das Leben und einander zu lieben — eine andere Wahl haben wir nicht.

von Elisa Gratias und Jens Wernicke

Woran erkennen Sie Beziehungen von Wert? Daran, dass der andere Ihnen nach dem Mund redet oder stets tut, was Ihrer Meinung nach das Beste für Sie ist? Wir meinen: Wirkliche Be-ziehung sieht anders aus — und ist vor allem eines: ein Ort offener Bezogenheit, die zu persönlichem Wachstum einlädt. Ein Ort, an dem Empathie Brücken über Differenzen baut, kein Ort, an dem jeder den anderen zu erziehen und sich selbst gleich zu machen versucht.

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Die Sehnsucht nach Leben


Wie politisch das zutiefst Private ist, skizziert Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke in einem sehr persönlichen Hilferuf.

Als er 11 Jahre alt war, kam die Frau, die er Mutter nannte, überraschend des Nachts in sein Zimmer und sprach, die Stimme unverhohlen mit Hass erfüllt: „Vater ist tot. Er ist tot, weil du immer so ein böser Junge warst. Und er kehrt nie mehr zurück.“ Die Tür schloss sich, als die Mutter ging, und für ihn erlosch in diesem Moment nicht nur erneut das Licht in seinem Kinderzimmer, sondern zugleich auch das Licht der Sterne. Sein Universum verfinsterte sich und ein gewichtiger Teil seiner Seele starb seinem Vater nach. Für viele Monate, vielleicht Jahre, verlor er das letzte bisschen seiner Fähigkeit, zu lachen oder zu weinen. Dabei war der Vater, von dem diese Frau sprach, erst vor wenigen Jahren in sein Leben getreten und hatte ihn schließlich mit seiner Zustimmung adoptiert. In einer Welt voller Angst und Wahnsinn war er für kurze Zeit der einzig sichere Hafen für diesen Jungen gewesen. Etwas, das er bis dahin gar nicht gekannt hatte, und nach dem er den Rest seines Lebens auf der Suche sein würde.

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Der Glücks-Faktor


Es ist schwierig, doch nicht unmöglich, in heutigen Zeiten ein glückliches Leben zu führen.

Wie besessen hetzen die meisten Menschen — egal ob bettelarm oder ultrareich — dem Geld hinterher. Dabei verpassen sie vor allem eines: ihr Leben. Vom Geld versprechen sie sich Glück, ohne dies jemals zu hinterfragen. Denn würden sie es hinterfragen, fiele ihnen auf, dass selbst die, die schon mehr haben als sie, nicht unbedingt glücklich sind. Andere Menschen mit weniger materiellem Reichtum aber schon. Was macht das Glück also letztendlich aus? Es ist höchste Zeit, die neoliberale Glücks-Ideologie zu hinterfragen und sich differenziert und tiefgründig mit dem Bestreben, das alle Menschen gemeinsam haben, auseinanderzusetzen.

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