Journalistisches...

Die globale Wirtschaftselite


Alle reden über die globale Macht der Eliten. Über die globale Elite und wie ihr Einfluss die Demokratie zunehmend infrage stellt. In ihrem Interesse liegen Kriege, liegt die Plünderung Afrikas, liegen Sozialabbau, TTIP, CETA und Co. Doch wer ist diese „globale Elite“ eigentlich und wie rekrutiert sie sich? Bedeutet globale Elite, dass Gegenwehr auf nationaler Ebene gar nicht mehr möglich ist? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit dem Elitensoziologen Michael Hartmann, dem wir die Entlarvung des Mythos von der „Leistungsgesellschaft“ verdanken und der bereits vor Jahren darauf hinwies, dass Demokratie vor allem das sei, „was die Eliten darunter verstehen“.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=35985

Standard

4 Gedanken zu “Die globale Wirtschaftselite

  1. Hella-Maria Schier schreibt:

    „Dass die mächtigen Finanzkonzerne der City of London und andere multinational tätige britische Unternehmen nicht mehr in der Lage waren, die konservative Partei mehrheitlich auf ihren EU-freundlichen Kurs zu bringen, zeigt, wie schwierig das Verhältnis zwischen wirtschaftlicher und politischer Elite inzwischen ist. Es fehlt durch die tiefgreifende Internationalisierung der Wirtschaftselite das verbindende Band. “
    Im Falle Großbritanniens wäre ich gar nicht so sicher, dass die City of London es überhaupt so mit der EU verschmelzen wollte. Ich habe da auch schon von Rivalitäten zwischen den USA und der EU gelesen. Die Briten waren immer nah an den USA, der Brexit könnte also z.B. auch ein willkommenes Mittel sein, die EU zu spalten und zu schwächen. Von den Finanzeliten ist bekannt, dass sie im Allgemeinen an beiden Seiten verdienen. Für einige Eliten war der Brexit auch ein Riesengewinn. Im Finanzsektor allein wird nicht immer so langfristig und geradlinig gedacht, da zählt der schnelle Profit, auch wenn der sich mal entgegen langfristigen Strategien ergibt, welche eher die politischen Geostrategen hegen. Dennoch ist die Politik an den Finanzsektor gekoppelt und beide gemeinsam können durchaus langfristige Ziele verfolgen, flexibel mit gelegentlichen Abzweigungen und Umwegen.
    – Ich sehe die internationalen Eliten nicht als geschlossenen Block, noch konkurrieren sie untereinander und haben auch unterschiedliche Interessen. Einig sind sie sich aber stetes gegen „die da unten.“
    In dem Artikel werden Großbanken wie Rothschild und Goldman Sachs merkwürdigerweise nicht erwähnt. Diese haben aber meines Wissens ihre Familie planmäßig über viele Länder verteilt und sehen sich auch als eine Art supranationales Imperium.
    – Ja, gerade weil die nationalen Regierungen noch am handlungsfähigsten sind, wollen bestimmte mächtige Kreise sie ja auch loswerden! Dafür gibt es von Politikern wie Merkel, Sarkozy, Schäuble etc. zahlreiche Zitate. Und George Bush Senior sprach von der Neuen Weltordnung, so wie auch Bankeliten.

  2. Hella-Maria Schier schreibt:

    Wenn Großkonzerne und Banken bei kriegerischen Konflikten an beiden Seiten verdienen, wie häufig der Fall, wie können sie dann national orientiert sein?
    Eher sind sie ja wohl ihrer Natur nach international, so auch nach Marx und Lenin.

    Keine globalen Eliten? Und was ist das? – einige Zitate unter vielen, vielen…. :

    „Wir werden eine Weltregierung haben ob wir es wollen oder nicht. Die einzige Frage ist, ob eine Weltregierung durch Eroberung oder durch die Zustimmung der Menschen erreicht werden wird.“
    Paul Warburg, Councel of Foreign Relations, Architekt des Federal Reserve Systems.

    „Wir sind der Washington Post, der New York Times, Time-Magazin und anderen großartiken Publikationen sehr dankbar, deren Vorstände unsere Treffen besuchten und welche die Verschwiegenheitsversprechen seit fast 40 Jahren einhalten. Es wäre für uns unmöglich gewesen unsere Pläne für die Welt voranzutreiben, wenn wir während jenen Jahren dem Lichte der Öffentlichkeit ausgesetzt gewesen wären. Nun ist die Welt weiter fortgeschritten und bereit in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und Weltbankiers ist sicherlich der nationalen Selbstbestimmung der letzten Jahrhunderte vorzuziehen.“
    David Rockefeller, Council on Foreign Relations

    aus The Pentagons New Map – Thomas Barnett, Ideologe eines amerikanischen think tanks: (zusammengefasst ) er teilt die Welt in gut und böse ein und zwar sind die Guten die, die sich der Globalisierung öffnen und ungehinderten Handel zulassen und die bösen Länder sind die, die das nicht wollen, mit der Begründung, dass es ihrer eigenen Wirtschaft und bestimmten ihrer Normen schade.
    Die Aufgabe der Globalisierer sei es, die ganze Welt zu einer einzigen ungehinderten Handelszone umzugestalten. Um das zu erreichen, müsste jegliches nationale Denken, jegliche Grenzen und Konfessionen weg. Und das erreicht man seines Erachtens nach und der der Wallstreet-Banker und think tanks wie etwa George Soros „Open Society“, indem man die ganze Welt vermischt, die Völker vermischt.
    (nicht von selbst aus freiem Willen, sondern von oben organisiert)

    „Im Jahr 2005 wurde ein Abkommen zwischen den USA und Kanada und Mexiko abgeschlossen: Das wurde fern der Öffentlichkeit und ohne Zustimmung des Kongresses geschlossen und es vereinigt die USA, Mexiko und Kanada in einer Einheit ohne nationale Grenzen „Security and Prosperity Partnership of North America“. „Nordamerikanische Union“. Vielleicht solltet ihr euch fragen warum ihr davon noch nicht gehört habt. Es gibt in der Tat nur einen mainstream-Journalisten, der davon Wind bekam und den Mut hatte, darüber zu berichten.
    :: Mit ihrer Politik der offenen Grenzen hat die Regierung Bush bislang die Einwanderungsgesetze dieses Landes ignoriert. Dies war jedoch nur Teil einer größeren Agenda. Präsident Bush unterzeichnete ein formales Abkommen, welches den Vereinigten Staaten, so wie wir sie kennen ein Ende setzt. Er unternahm diesen Schritt ohne die Zustimmung des US-Kongresses und der Bürger. Es ist ein Deal, der nur wenigen bekannt ist. Das wird wieder mal von nur wenigen Personen an der Spitze im Auftrag der Großindustrien durchgezogen. Die Arbeiterklasse, die Politiker in den Städten und Landkreisen usw. wissen überhaupt nichts davon. Es handelt sich dabei nicht einfach um ein Handelsabkommen, sondern um die komplette Abschaffung der nationalen Souveränität der beteiligten Länder, was zu einer völig neuen Währung führen wird, die Amero heißt. Der Amero ist die geplante neue Währung für die Nordamerikanische Gemeinschaft, welche derzeit für Kanada, die USA und Mexiko entwickelt wird. Es wird eine Gemeinschaft ohne Grenzen werden, so ähnlich wie die EU. Die Währungen Kanadas, Mexikos und der USA werden dann vom Amero ersetzt.
    Durch dieses Abkommen wird die amerikanische Verfassung keine Anwendung mehr finden. Man sollte doch meinen, dass so etwas auf der ersten Seite jeder großen Zeitung stehen müsste. das glaubt man aber nur so lange, wie man nihct weiß, dass die Leute, die hinter dem Abkommen stehen, die selben sind, die die Massenmedien beherrschen. Es wird nichts erzählt, was ihr nicht wissen sollt. Die Nordamerikanische Union ist das selbe Konzept wie die EU, wie die Afrikanische Union und die bald entstehende Asiatische Union. Und hinter allen stehen die selben Leute. Und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werden diese Unionen ebenfalls vereinigt, was einer der letzten Schritte eines Planes ist an dem diese Männer seit über 60 (heute 70) Jahren arbeiten. Die Schaffung einer Weltregierung.
    Die Schaffung einer Weltregierung. –
    Wahrheit über diese Welt – die ihr nicht verstehen werdet – Doku

    • jensejens schreibt:

      Spricht in diesem Text irgendwer von Banken und Konzernen? Und selbst wenn Banken und Konzerne international agieren, haben sie dann wohl mindestens einen rechtlich angreifbaren Hauptstandort, an dessen Gesetze sie sich auch zu halten haben? Wie sooft: Haben Sie den Text überhaupt gelesen?

  3. Hella-Maria Schier schreibt:

    Ja, ich habe den Text, das Interview mit Hartmann über die „globale Wirtschafts-Elite“ gelesen. Und was Ihren Einwand angeht, da spreche niemand von Banken und Konzernen, wüsste ich nicht, wen sonst, außer noch einigen Adelshäusern man unter Wirtschaftselite, ob global oder national verstehen sollte. Im umgangssprachlichen Gebrauch versteht man unter der globalen Elite gemeinhin jene superreichen und mächtigen 0.1%. Damit sind sowohl die realen Personen als auch ihre Institutionen, Banken und Konzerne eben, gemeint.
    Es ist ja sehr begrüßenswert, wenn diese (noch) weitgehend von nationalen Gesetzen und Politikern beeinflussbar sind und man sollte das natürlich nutzen. Möglichst bald, denn das könnte ja ein gewichtiger Grund dafür sein, dass unsere in dieser Hinsicht anscheinend wenig national ausgerichteten mainstream-Politiker so darauf drängen, gesetzliche Kompetenzen nach Brüssel zu verlagern und den Nationalstaat abzubauen. Eine Agenda, die man, letztlich mit weltweiter Zielsetzung, bei den mächtigsten Teilen der Wirtschafts- und politischen Strategen findet und die dabei noch weiter geht. Auch darüber gibt es diverse Quellen und Zitate.
    Der Text weist gegen Ende auf die zunehmende Entfremdung hin, die inzwischen, wie in einigen Ländern der Fall, zwischen zunehmend internationalen wirtschaftlichen Eliten und und noch nationalen politischen Eliten besteht.
    Sie sei zum Vorteil der Politik und zum Nachteil der Wirtschaftseliten – nun, ein Grund mehr derzeit keinesfalls die Macht der Nationalparlamente abzubauen! Was bedeutet, auch nicht die des Nationalstaats. Welche Kreise werden es sein, die hier dauernd Stimmung gegen ihn machen und jeden EU-Kritiker als Rechtspopulist diffamieren? Wessen Interessen vertreten Politiker wie Merkel und Schäuble, die Europa so schnell wie möglich in einer politischen Union sehen wollen?
    Es ist richtig festgestellt, dass es auf europäischer und gar globaler Ebene praktisch keine Widerstandsmöglichkeiten gegen mächtige Eliten-Interessen gibt.
    – Schön, dass Hartmann auf die noch bestehenden Einflussmöglichkeiten hinweist, für mich ist das aber kein Beleg dafür, dass es eine strategisch planende globale Elite nicht gäbe, dafür gibt es zu viele Hinweise auf sie. Ich denke, es gibt sie, aber es gehören (noch) nicht alle mächtigen Wirtschaftskreise dazu, schon gar nicht alle Länder, wenn das auch angestrebt wird, und es herrscht in manchem Uneinigkeit.

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