Journalistisches...

Wenn Regierungen lügen und Medien mitmachen


Das Vertrauen in die Medien ist so gering wie selten zuvor. Man fühlt sich nicht repräsentiert, einseitig informiert, „belogen“ sogar. Doch was ist dran an solchen Vorwürfen, die von Leitmedien und Arrivierten in aller Regel mit dem Hinweis, niemals zu lügen, abgetan wird? Jens Wernicke sprach hierzu mit dem Autor, Journalisten und Medienkritiker David Goeßmann, Mitbegründer des unabhängigen TV-Nachrichtenmagazins Kontext TV.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=30135

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3 Gedanken zu “Wenn Regierungen lügen und Medien mitmachen

  1. Wie diffizil hierzulande – vorwiegend in den Medien – um Deutungshoheit gekaempft wird, kann recht gut verstehen, wenn man sich den Gegenaufruf der ‚Guten‘ von Ende 2014 zum Themenkomplex Russlandsanktionen ansieht (Aufruf von über 100 deutschsprachigen OsteuropaexpertInnen zu einer realitätsbasierten statt illusionsgeleiteten Russlandpolitik, im Tagesspiegel z.Bsp. http://www.tagesspiegel.de/politik/gegen-aufruf-im-ukraine-konflikt-osteuropa-experten-sehen-russland-als-aggressor/11105530.html). Ich hatte mir die Muehe gemacht, die Lebenslaeufe dieser ‚Ostexperten‘ genauer anzusehen, google sei Dank. Kurz gesagt, als ‚Ostexperte‘ gilt man den ‚Deutungsherren‘ im Allgemeinen dann, wenn man in seiner Karriere die richtigen Stiftungen bzw parteifinanzierte Think-Tanks durchlaufen hat, um am Ende auf eine gutdotierten ‚oeffentlichen‘ Stelle landen zu duerfen, oder eben als Leit-Meinungsmacher in den Medien. Um dann und nur dann uns fremdgesteuerten (Putinversteher oder Schlimmeres) gegenuebern als echte Ostexperten mit alleiniger Deutungshoheit aus der Tasche gezogen zu werden, im fundierten (sogar wissenschafltlich legitimierten…) Gegensatz zu z.Bsp. 60 prominenten (aber politisch leider minderbemittelten) Deutschen, angefangen von Roman Herzog, ueber Helmut Schmidt bis Wim Wenders.
    Diese heute in Deutschland allenortes alternativlos durchregierende ‚Deutungshoheit‘ hat man sich ueber Jahre und Jahrzehnte hinweg Stueck fuer Stueck ‚erschaffen‘, diese Scheinwelt von selbsternannten Experten – zu allen gesamtgesellschaftlich strittigen Fragen – bis hin zu diesen seltsamen sog. 5 ‚Wirtschaftsweisen‘.
    Meiner Meinung nach kommen wir aus dieser um uns erschaffenen extermst manipulativen Scheinwelt der ‚Deutungshoheit‘ kaum mehr raus – ohne grosse Brueche in den politik- und geisteswissenschaftlichen Fakultaeten dieses Landes, den Chefredaktionen, den Leitgremien der Oeffentlich Rechtlichen, der Politik, etc. pp. Oder man geht den Weg der Progressiven der 20er Jahre, man bricht – auch kulturell – komplett mit dieser burgeoisen Scheinwelt und erschafft einen – auch kulturellen – Gegenentwurf! Dazu braucht es natuerlich sehr mutiger Leute mit Verstand und Koennen, die in der Lage sind, einen glaubwuerdigen Gegenentwurf zu vermitteln und die Menschen mitzureissen. Wo sind sie, die Brechts, Dudovs, Dessaus, Weills, Tucholskys von heute??

  2. Reyes Carrillo schreibt:

    Lieber Jens Wernicke,

    obwohl ich Sie (Sie schwer unterschätzend) auf der Seite Le Bohemién schon einmal unflätig gebasht habe, erlauben Sie mir bitte aktive Läuterung. Und die sieht so aus: Ich kann ohne Ihre Interviews schon gar nicht mehr leben, um ehrlich zu sein. Das ist, um wieder ernster zu werden, schon ganz toll, was Sie da leisten und wie Sie das tun! Weit davon weg, im Zusammenhang mit Ihren Interviews geradezu von einer Institution zu sprechen, sind Sie sicher nicht mehr. Gerade bei Google: Ich suche Ihr Blog – und schon bei Jens Wern… spuckt die nach Relevanz geordnete Suche Ihr Blog und einiges andere mehr aus. Glückwunsch. Und vor allem Dank.

    Solidarische Grüße von

    Reyes Carrillo

  3. Pingback: Psychologische Kriegsvorbereitung | no-war.info

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