Journalistisches...

NATO-Terroristen im Untergrund


Im Kalten Krieg existierten in Westeuropa zahlreiche Untergrundorganisationen, die im Fall eines sowjetischen Überfalls hinter der Front als Partisanen Sabotageaktionen ausführen sollten. Dazu wurden Kämpfer geschult und geheime Erddepots mit Waffen, Sprengstoff und Funkgeräten angelegt. In der Bundesrepublik unterstand diese Stay-Behind-Truppe dem Auslandsnachrichtendienst BND, der eigentlich im Inland gar nicht aktiv werden sollte. Das alles geschah hinter dem Rücken der dafür zuständigen parlamentarischen Kontrollgremien, denn auch ein möglicher Putsch gegen gewählte Politiker wurde erwogen. Erst Anfang der 1990er Jahre flogen die illegalen Netzwerke auf und es dauerte mehr als 20 Jahre, bis der BND Akten zu diesen freigab. Über den aktuellen Forschungsstand zum Thema sprach Jens Wernicke mit dem Filmemacher und Journalisten Ulrich Stoll, der gemeinsam mit dem Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom soeben ein Buch zum Thema veröffentlicht hat.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=29105

Standard

2 Gedanken zu “NATO-Terroristen im Untergrund

  1. Nadja Thelen-Khoder schreibt:

    Hans Roth: Wahnsinn (20.11.2015)

    >Wahnsinn

    Freitag, der 13.: ein Wahnsinns-Tag in Paris im November. Abou Badaboum Tactactac hat mit blinder Gewalt zugeschlagen, auf Café-Terrassen, bei Rock-Musik im „Bataclan“, bei einem Länderspiel. Jugendliche Attentäter haben Jugend, wie sie leibt und lebt zwischen arabischen Cafés und chinesischen Restaurants, Mode-Boutiquen und Rock-Theatern, muselmanischen Büchereien und Synagogen, ausgelichtert und vernichtet. Chaos – und Sehnsucht, einen roten Faden zu finden zum Verstehen, eine Mütze voll Ordnung in einer Sackgasse.

    Schreiben, ohne zu zittern. Trauern um ermordete Lebensfreude zwischen Tanz und Spiel und Theater, Abendschoppen und Morgenröte, Leben wie Gott in Frankreich. Trost suchen zwischen toten Worten wie „Krise“ und „Krieg“, „Sicherheit“ und „Freiheit“, „Notstand“ und „Widerstand“. Nachdenken über Sprungfedern in komplexen Architekturen des Unbewussten, im Psychologischen wie im Politischen : was haben die nur im Kopf, die aus- und ein-gebildeten Glaubens-Ritter mit ihrem abgedichteten Identifikationssystem und ihrem hermetischen Willen zum Terror?

    Schreiben, ohne zu zittern. Wenn die Gegenwart sich so beschleunigt, dass die Zukunft ins Jetzt rutscht, an Vergangenes denken. An alles, was die Höhle verlassen lässt : an Zärtlichkeit und Zuneigung in Troubadour-Gedichten, an die Balance zwischen Kopf und Herz bei Brahms, an Tanz und Gesang und liebendes Zusammensein. – Balance zwischen Kopf und Herz : das Gegenteil von abgrundtiefem Hass und blinder Gewalt ist nicht nur sanfte Friedfertigkeit, sondern auch unbarmherziges Nach-Denken.

    Es ist eine verrückte Geschichte. Mit wahnhaften Zügen.

    Der Kalte Krieg ist lange vorbei : der Wahnsinn der atomaren Bedrohungen besteht fort. Und die immer präziseren, immer tödlicheren Bomben sind wohl nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Die thermonuklearen Bedrohungssysteme, die Strukturen und Strategien bilden, verheißen dem, der sie besitzt, Übermacht und – vielleicht – Unverwundbarkeit. – Woran Deach rüttelt.

    Der erste Kontakt mit diesem Wahnsinn, der vielleicht einmal seinen Sinn hatte, führte bei Hans im Glück zu einer Verwundung, die an seiner Seele fraß : es war während der Kuba-Krise, als er im Generalkommando des I. Korps in Münster pausenlos rasselnde Fernschreiber hörte und ahnte, dass die Welt vor einem thermonuklearen Feuerfeld stand. – Ein zweiter Kontakt führte zu einer tieferen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung in Sachen „Deeskalation“, mit der Prüfung der komplexesten mobilen Geräte auf Erden, mit der Durchleuchtung der revolutionären taktischen und strategischen Logiken, mit dem gründlich desillusionierenden Ergebnis : einmal entfesselt, hat der nukleare Krieg keine logische oder technische Grenze. – Ein dritter Kontakt brachte ihn in einen Konflikt mit einem übermächtigen Gegner : sein Nuklearstrategie-Lehrer, der seine Arbeit verschwinden ließ, hatte mit revolutionären Thesen zu „Kleinkrieg“, „Einzelkämpfer-Ausbildung“ und „befehlsstrukturell dezentralisiertem Handeln“ und praktischen Übungen in geheimen Ausbildungslagern mit asiatischen und südamerikanischen Experten naheliegende Konsequenzen gezogen, über die Hans im Glück in einem Inside-Report berichtete. – Die überleben heute im „Aufruf zum islamischen Widerstand“ von 2004, im „Aufruf zum 3. Jihad“ des Deach-Ideologen Abou Moussab al-Souri.

    Es hat sich ergeben, dass Hans im Glück einen Alt-Freund, der Chefredaktuer der einzigen Zeitung, die korrekt über die Widrigkeiten seines Lebens berichtet hatte, fragte: „Warum berichtet Ihr nie über den Gladio-Hintergrund?“ – Die Antwort, voller Entsetzen : „Bist du wahnsinnig? Die sitzen in der Redaktion …“.

    Hans Roth, 20.11.2015<

    Immer wieder hat der mit einem lebenslänglichen Berufsverbot belegte Hans Roth – siehe Jens Berger: „Von einem, der auszog, Lehrer zu werden“ (1) – von „Gladio“ geschrieben:

    1. „Politisches Testament“ (2): „Ich klage an das geheime Militär-Tribunal von ,Gladio’, das mich in einem geheimen Verfahren aufgrund eines Inside-Reports (mit G. Wallraff als Begleiter) wegen ,Hochverrats’ verurteilte“;
    2. „Neue Erklärung von Hans Roth vom 7.3.2010“: Da meine Kirche entschieden hat, nicht für mich einzutreten, das Gerichts-Dossier nicht zur Kenntnis zu nehmen und die gerichtlich geklärten Fälschungs-Vorgänge der „Aktion 76“ (im Auftrag von ,Gladio’), für die die hessische CDU Verantwortung trägt, zu ignorieren, …“;
    3. „Erklärung zu Aktenzeichen 263/18, 24.6.2010“: „Der ,Kalte Krieg’ fand nicht nur im Osten statt. So gut und wichtig und nützlich es war, sich gründlich mit dem Totalitarismus im Osten auseinanderzusetzen, so gut und wichtig und nützlich wäre es, sich mit totalitären Aspekten im Westen auseinanderzusetzen, insbesondere mit dem Archipel ,Gladio’. Dazu nächstens mehr“;
    4. Schreiben vom 1.8.2010: „Aus heiterem Himmel in einer Sonntagszeitung (Journal du Dimanche) Neues zu ,Gladio’ (p. 19); Ende der General-Zensur? – ,Das ist eins der am besten gehüteten Geheimnisse des Kalten Krieges. Die CIA, später die Nato, haben in Europa ein extrem dichtes Netz eingerichtet, hermetisch abgeschottet …’“;
    5. „Eidesstattliche Erklärung vom 24.5.2011“: „Nach der Arte-Sendung zu ,Gladio’ (15.2.2011) kann niemand mehr sagen: das gibt’s nicht. – Das ist der Satz, den ich immer gehört habe, wenn es um den wirklichen, wahren Grund meines Berufsverbotes ging, seit bald vierzig Jahren“;
    6. Erklärung vom 9.3.2012: „Im Sommer 2010 wurde in Frankreich in plötzlichen Presse-Berichten ,das bestgehütete Geheimnis Europas’ gelüftet, das einer geheimen europäischen Armee. Im Sommer 2011 berichtete ,Le Monde’ aus Anlaß des Todes eines italienischen Spitzenpolitikers, der als Innenminister in die Affäre um Aldo Moro verwickelt war und später Minister- und Staatspräsident wurde, daß und wie er von ,Gladio’ rekrutiert worden war. – Daß ,Gladio’ in Europa in den höchsten Sphären des Staates rekrutierte, konnte einstweilen nur in einem Land ohne aktive Struktur berichtet werden“;
    7. Brief an den Bundespräsidenten Joachim Gauck vom 5.5.2012: „In einem langen Rehabilitations-Gespräch nach einem Sieg in einem ,30-jährigen Krieg’ auf dem Rechts-Weg ging es im Wesentlichen um die geheime Armee ,Gladio’ im Hintergrund; auf deren Geschichtsmacht stieß Herr Rau, als er versuchte, der symbolischen Rehabilitierung die wirkliche folgen zu lassen. Telefonische Mahnungen, das Recht zu achten, schlug der Hessische Ministerpräsident in den Wind … G. Wallraff hatte mich einst gebeten, mich einzuschleichen in ein geheimes ,Gladio’-Lager; er kannte nur einen Offizier, der das konnte“;
    8. Erklärung vom 18.6.2013 mit dem Artikel aus der WAZ vom 9.5.2013

    Für Hans Roth, der bei Friedrich August von der Heydte (3) in Würzburg studierte und mit einem lebenslänglichen Berufsverbot belegt wurde – Sendung „Report Mainz“ vom 1.12.2008 (4) -, hatte ich eine zweite Petition (5) eingereicht, die von der GEW Hessen unterstützt wurde (6), inzwischen aber durch Beschluss des Hessischen Landtages als „erledigt“ gilt (7).

    Trotz eingestandener „Irrtümer und Fehler der verschiedensten Stellen“ (8) geschieht weiterhin nichts (9).

    Zum Verständnis des „Falles“ Hans Roth (10) gehören u.a. folgende Bücher:

    1. Dr. Gerhard Kroll: „Grundlagen abendländischer Erneuerung. Das Manifest der Abendländischen Aktion“, München 1951;
    2. Georg von Gaupp-Berghausen: „20 años/années/years/Jahre C.E.D.I.“, Madrid 1971;
    3. Bibel, lateinischer Text (Vulgata), Mt 26,52: „Converte gladium tuum in locum suum; omnes enim, qui acceperint gladium, gladio peribunt.“ („Tu dein Schwert an seinen Platz. Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.“) Dies Zitat taucht häufiger gekürzt auf. „Wer das Schwert ergreift, wird durch das Schwert umkommen“, sagt z.B. Franz Josef Strauß im Gespräch 1964 mit Günter Gaus. Er hatte wenige Monate vorher vor Franco im Escorial gesprochen.
    4. Friedrich August Freiherr von der Heydte: „Der moderne Kleinkrieg als wehrpolitisches und militärisches Phänomen“, Würzburg 1972 („Jacques Massu und Maxwell Davenport Taylor, die unter den ersten waren, die das Wesen und die militärische Bedeutung des modernen Kleinkriegs erkannt hatten, gewidmet“). Sein Wort vom „Don Carlos-Komplex“ (S. 126 unter „§3 Offiziere, Priester, Parteifunktionäre, Studenten …“) brachte mich zum CEDI in El Escorial, und nun passen weitere Passagen wie die Faust auf’s Auge zu sehr vielem sehr Aktuellen …
    5. Friedrich August Freiherr von der Heydte: „ ,Muß ich sterben, will ich fallen’. Ein Zeitzeuge erinnert sich“, Berg am See 1987
    6. Fritz Bauer: „Die Wurzeln faschistischen und nationalsozialistischen Handelns“, Stuttgart 1965 (11)

    In der „Report Mainz“-Sendung vom 1.12.2008 sagt Alfred Grosser: „Ich hätte nie gedacht, daß ein Berufsverbot ein Leben lang dauern kann, daß man nicht seinen Beruf ausüben darf, dass man seine beruflichen Einnahmen überhaupt nicht mehr bekommt. … Er hat keinen Pfennig bekommen von der deutschen, von der hessischen Regierung. An sich stünde ihm enorme Entschädigung zu!“
    Und Gerhart Baum: „Die wichtigste Pflicht des Landes Hessen wäre ihn moralisch zu rehabilitieren. Ihm zu sagen, daß er keinen Grund gegeben hat, ihn als Lehrer abzuweisen.“

    Weiterhin sammele ich alles zu seinem „Fall“ und trage es zusammen im „Forum“ zur Sendung (12), immer in der Hoffnung auf weitere Hinweise, die wohl nicht „zu einer Ergreifung der Täter“, aber vielleicht doch endlich zu einer „Lösung“ des „Falles“ führen.

    Nadja Thelen-Khoder

    Anmerkungen:

    (1) http[Doppelpunkt]//www.heise.de/tp/artikel/29/29709/1.html
    (2) http[Doppelpunkt]//aljas.files.wordpress.com/2008/12/hans_roth_testament.pdf
    (3) http[Doppelpunkt]//www.kulturexpress.de/wpo/index.php?option=com_content&view=article&id=5285:ein-abgrund-von-landesverrat&catid=88&Itemid=497
    (4) http[Doppelpunkt]//www.swr.de/report/-/id=233454/did=4124472/pv=video/gp1=4248512/nid=233454/1nob9as/index.html
    (5) http[Doppelpunkt]//www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/themen/berufsverbot/hans_roth_zweite_petition.pdf
    (6) http[Doppelpunkt]//www.gew-hessen.de/aktuell/themen/berufsverbot/details/berufsverbot-lebenslaenglich/?tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=084f60b0c8ec27dff06602d1515ce0a7
    (7) http[Doppelpunkt]//berufsverbote.de/tl_files/docs/F-HansRoth_PetitionHessen_Ablehnung.pdf
    (8) Horst Geipel: http[Doppelpunkt]//www.berufsverbote.de/tl_files/docs/F-HansRoth_Geipel-Brief17-08-82.pdf
    (9) Gottfried Milde: http[Doppelpunkt]//www.berufsverbote.de/tl_files/docs/F-HansRoth_Milde1986.pdf
    (10) http[Doppelpunkt]//aljas.wordpress.com/2008/12/02/der-fall-hans-roth/
    (11) http[Doppelpunkt]//www.heise.de/tp/foren/S-Fritz-Bauer-Die-Wurzeln-faschistischen-und-nationalsozialistischen-Handelns/forum-152348/msg-25488647/read/
    (12) http[Doppelpunkt]//www.swr.de/forum/read.php?2,34480

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s