Journalistisches...

Quo vadis Studienqualität?


Die Studienqualität an deutschen Hochschulen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit erlangte das Thema durch die im Rahmen des Bologna-Prozesses angestoßenen Veränderungen. Vor diesem Hintergrund sind verlässliche Daten zu Studienqualität und -zufriedenheit heiß begehrt. Der Studienqualitätsmonitor (SQM) liefert sie nun. Die Frage, die sich anschließt, lautet jedoch: Was können und sollen auch die besten Untersuchungen eigentlich bringen, wenn den Hochschulen zugleich doch seit Jahren das Geld dafür fehlt, notwendige Schritte hin zu „besserer Bildung“ überhaupt finanzieren zu können, beispielsweise also mehr Personal einzustellen, die Hörsäle zu modernisieren, die Lehrenden fortzubilden usw. usf.? Auch zu diskutieren wäre überdies: Ist der subjektiv empfundene Grad an „Studienzufriedenheit“ denn nicht immer relativ? Und stiege er denn insofern nicht womöglich bereits dann einfach an, wenn man den Betroffenen immer wieder und wieder vermittelte, dass es ihnen doch schließlich besser als den meisten anderen im Lande geht, ohne dass hierfür in Bezug auf ihre konkrete Situation wirklich etwas besser geworden sein muss? Und überhaupt: Ist „Berufserfolg“ nicht ein eigenartiges Kriterium zur Definition von Bildung, weil die Verwendung desselben in Folge auch darauf hinausliefe, bei beispielsweise zeitgleich steigenden Akademikerzahlen und sinkendem Stellenangebot die bedingungslose Unterwerfung unter die Bedingungen des Arbeitsmarktes als „Qualität von Bildung“ zu bestimmen?

Weiterlesen: http://www.studis-online.de/Studieren/art-1566-studienqualitaetsmonitor2012.php

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