Fremdes...

Die Liebe ist ein Kind der Freiheit


„Im Unterschied zu den Quanten gibt es für uns Menschen eine zusätzliche Möglichkeit, tragen wir eine weitere Sehnsucht und Bestimmung in uns: Wir können das Zusammenspiel von Freiheit und Verbundenheit erkennen und so bewusster, und das heißt: auch intensiver und freudvoller verwirklichen. Ohne dieses Bewusstsein können die beiden anderen Sehnsüchte nicht wirklich erblühen. Dieses Buch vertritt die Idee, das schon die bisherige, aber mehr noch die künftige Menschheitsgeschichte letztlich davon bestimmt ist, inwieweit es Menschen gelingt, diese drei Potentiale von Freiheit, Verbundenheit und Bewusstsein zu verwirklichen.“

Maik Hosang: Die Liebe ist ein Kind der Freiheit, S. 11

„Von den vielen Gedanken, die uns Platon von Sokrates überliefert hat, wählen wir einige aus seiner Schrift Gastmahl oder Gespräch von der Liebe aus. Wie nebenher erwähnt Sokrates darin, dass er sein Wissen über die Liebe vor allem Diotima, einer weisen Frau, verdankt.

Es ist nun also Eros von solcher Beschaffenheit und Herkunft, und die Liebe ist, wie du sagst, auf das Schöne gerichtet. Wenn nun aber jemand uns fragte: Inwiefern ist denn die Liebe auf das Schöne gerichtet, o Sokrates und Diotima? – was würden wir ihm antworten? Doch ich will es noch deutlicher ausdrücken: Wer des Schönen begehrt, was ist dem dabei der eigentliche Zweck seines Begehrens?
Dass es ihm zuteil werde, war meine Antwort.
Diese Erwiderung, wandte sie ein, bedarf einer neuen Frage: Was wird denn dem damit zuteil, welchem das Schöne zuteil wird?
Auf diese Frage, gestand ich, habe ich durchaus nicht mehr sogleich eine rechte Antwort zur Hand.
Nun, erwiderte sie, wie, wenn jemand statt des Schönen das Gute setzte und dich dann fragte: Wohlan, Sokrates, wer das Gute liebt, was begehrt der eigentlich damit?
Dass es ihm zuteil werde, war meine Entgegnung.
Und was wird jenem zuteil, dem das Gute zuteil wird?
Das, erwiderte ich, kann ich leichter beantworten: er wird glückselig.
Denn durch den Besitz des Guten, fügte sie hinzu, sind die Glückseligen glückselig. Und nun bedarf es nicht mehr der weiteren Frage: Was erstrebt derjenige eigentlich damit, welcher glückselig zu sein wünscht? Sondern hier scheint die Antwort am Ziele angelangt zu sein.

Maik Hosang: Die Liebe ist ein Kind der Freiheit, S. 22f.

„Das Wort „Liebe“ wird heutzutage für sehr viele verschiedene Dinge, Gefühle und Beziehungen verwendet, das macht es nötig, kurz darüber nachzudenken. Die Ausführungen bis hierher machen deutlich: Liebe ist in ihrer eigentlichen Qualität dort und nur dort vorhanden, wo Menschen aus freier Entscheidung das Da-Sein und das So-Sein eines anderen oder anderer innerlich und äußerlich bejahen und unterstützen.“

Maik Hosang: Die Liebe ist ein Kind der Freiheit, S. 27

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