Gedichte...

Heimkehr


Ich komme heim,
kehre nach Hause zurück.

Das Haus unbewohnt, kalt;
in den Dielen schläft Angst,
im Dunkel lauert der Alb.

Dieses nervöse Ziehen quer durch die Brust.
Der stechende Schmerz tief im Genick.
Hier wohne ich, ja.
Wohne. Ich. Ja.

War lange nicht hier.
Floh, da war ich noch klein.

Die Spinnen haben Bilder an die Wände gemalt.
Die Kerze flackert Dämonentänze wild in den Raum.

Diese Kälte. Sie klirrt. Beißt.
Diese Unruhe. Sie lähmt. Vor Zitterei.
Und diese Angst. Sie hebt an zum Tusch.
Im Keller steht ihr Orchester Spalier.

Und doch:
Vier Wände, ein Dach.
Meins.
Ich. Wohne. Hier.

War zu lange fort.
Nie wirklich daheim.
Wie wird es in ein paar Jahren wohl sein?

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2 Gedanken zu “Heimkehr

  1. Marta schreibt:

    wunderbar. weiter so. das gefühl ist mir so vertraut. die spinnweben habe ich weggewedelt. jetzt male ich selbst mein selbst.

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