Gedichte...

Ein und dasselbe


Ich frage mich
was für Gefühle das sind

Das eine:
Dir zuhören, Dich ansehen und Deinen Gesten folgen
während Du von Deinem Alltag berichtest, Dich zeigst
Deine Stärken und Schwächen erhellst
Windmühlen belächelst und tief ins Nähkästchen greifst –
und aufblühen
Grübchen auf den Wangen
und wohlige Wärme in der Brust spüren
hierbei

Das andere:
Im Café sitzen, schreiben, sinnieren, nach Worten suchen
und die Revue passieren lassen
damit man sie, den Stift in der Hand, noch einmal fühlt
Dann plötzlich: Wissen und verstehen
dass das, was da in mir ist und wärmt
das meine ist, gar nicht Deins, nicht von Dir
ich Dich nicht fühlen oder mögen könnt
wenn das, was ich da fühlte oder möchte
mir selbst nur fremd und äußerlich wär –
und aufblühen
bunter, wilder Garten oder Heideland werden wollen
hierbei
anders als und doch ähnlich wie Du

Ich frage mich
was für ein Gefühl das ist –
und warum man manchmal so weit gehen muss
um nach Hause zu kommen

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2 Gedanken zu “Ein und dasselbe

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