Fremdes..., Journalistisches..., Seelisches...

Der Wahnsinn der Normalität


Es ist scheinheilig, die Kriege zwischen Staaten zu verdammen — und den Krieg im gesellschaftlichen Alltag zu übersehen, der unsere Kinder und uns unserer Selbstwahrnehmung und unseres Mitgefühls beraubt.

von Birgit Assel

Der Artikel vom Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke, der kürzlich im Rubikon erschien, hat mich sehr berührt. Sein Mut, seine persönliche Situation und seine Kindheitsgeschichte öffentlich zu machen, beeindruckte mich tief. Tagtäglich werden kleine Menschen verängstigt, zu etwas gezwungen, traumatisiert. Aus diesen kleinen Menschen werden gebrochene Erwachsene. Und aus jenen, die sich dieser Verletztheit nicht stellen, entsteht eine entfremdete Gesellschaft, die weder sich noch den Planeten, auf dem sie lebt, zu schützen oder zu lieben vermag. Sie fühlt sich selbst nicht mehr und hat damit auch den Zugang zu dem verloren, was wahr und richtig ist. Es ist höchste Zeit, endlich über Trauma zu reden!

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/der-wahnsinn-der-normalitat-2

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Träumen wir größer!


In Zeiten mausgrauer Realpolitik wagt der Rubikon den Aufbruch und die Utopie. „Helft uns, zu träumen! Helft uns, zu helfen!“, lautet Florian Ernst Kirners Appell an die Leserschaft.

von Florian Kirner

Alternativer politischer Journalismus ist oftmals eine Schule des Missmuts. Kritiker der gewiss kritisierenswerten herrschenden Verhältnisse agieren nicht selten nach dem Motto: „Je schlechter sich der Leser nach der Lektüre fühlt, desto besser das Magazin“. Die meisten können sich die totale Apokalypse dabei weitaus besser vorstellen als die Utopie jener gerechteren Welt, in der wir alle leben wollen. Deshalb versucht der Rubikon beides: Grabreden auf das Alte zu halten und zugleich Geburtshelfer des Neuen zu sein. Wir müssen mit der schonungslosen Analyse der vielen schlimmen Fehlentwicklungen unserer Zeit beginnen — dürfen bei diesen aber nicht stehen bleiben. Denn politische Negativität lähmt, wo wir doch alle das Gegenteil von Lähmung bräuchten: die Kraft für einen umfassenden Aufbruch. Helft uns, zu träumen! Helft uns, zu helfen!

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/traumen-wir-grosser

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Hinter dem Horizont


Jugendredakteur Nicolas Riedl berichtet, was ihn am Rubikon fasziniert — und warum das Team eine Pause und Ihre Unterstützung verdient hat.

von Nicolas Riedl

Was ist der Rubikon eigentlich? Was macht ihn aus und welche Säulen tragen dieses Projekt? Jedenfalls sind es nicht nur brüchige, antike Säulen. Im Gegensatz zu den allermeisten vergleichbaren Medienprojekten hat der Rubikon eine Jugendredaktion. Jüngere können dort schreiben, was sie bewegt, ohne von den Altvorderen zuvor zurechtgebogen zu werden. Unser Autor stolperte vor zwei Jahren beim Rubikon herein und fasste seither Tritt — als einer der aktivsten Stammautoren. Auch scheinbar Nimmermüde wie das Rubikon-Team brauchen jedoch ab und zu eine Auszeit. Wir machen ab jetzt für drei Wochen Pause, lassen Wissenshungrige aber nicht ganz ohne Lesestoff. Und keine Sorge: Wir treten nur zurück, um Anlauf für einen höchst aktiven Sommer zu nehmen. Damit wir dabei auch wirtschaftlich Rückenwind haben, bitten wir unsere Leserinnen und Leser um ihre Mithilfe. Denn nur zusammen können wir auf der unbequemeren Seite des Rubikon bestehen.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/hinter-dem-horizont

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Seien wir uns etwas wert!


Wir sollten lernen, das Leben und einander zu lieben — eine andere Wahl haben wir nicht.

von Elisa Gratias und Jens Wernicke

Woran erkennen Sie Beziehungen von Wert? Daran, dass der andere Ihnen nach dem Mund redet oder stets tut, was Ihrer Meinung nach das Beste für Sie ist? Wir meinen: Wirkliche Be-ziehung sieht anders aus — und ist vor allem eines: ein Ort offener Bezogenheit, die zu persönlichem Wachstum einlädt. Ein Ort, an dem Empathie Brücken über Differenzen baut, kein Ort, an dem jeder den anderen zu erziehen und sich selbst gleich zu machen versucht.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/seien-wir-uns-etwas-wert

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Die Sehnsucht nach Leben


Wie politisch das zutiefst Private ist, skizziert Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke in einem sehr persönlichen Hilferuf.

Als er 11 Jahre alt war, kam die Frau, die er Mutter nannte, überraschend des Nachts in sein Zimmer und sprach, die Stimme unverhohlen mit Hass erfüllt: „Vater ist tot. Er ist tot, weil du immer so ein böser Junge warst. Und er kehrt nie mehr zurück.“ Die Tür schloss sich, als die Mutter ging, und für ihn erlosch in diesem Moment nicht nur erneut das Licht in seinem Kinderzimmer, sondern zugleich auch das Licht der Sterne. Sein Universum verfinsterte sich und ein gewichtiger Teil seiner Seele starb seinem Vater nach. Für viele Monate, vielleicht Jahre, verlor er das letzte bisschen seiner Fähigkeit, zu lachen oder zu weinen. Dabei war der Vater, von dem diese Frau sprach, erst vor wenigen Jahren in sein Leben getreten und hatte ihn schließlich mit seiner Zustimmung adoptiert. In einer Welt voller Angst und Wahnsinn war er für kurze Zeit der einzig sichere Hafen für diesen Jungen gewesen. Etwas, das er bis dahin gar nicht gekannt hatte, und nach dem er den Rest seines Lebens auf der Suche sein würde.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/die-sehnsucht-nach-leben-2

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Der Glücks-Faktor


Es ist schwierig, doch nicht unmöglich, in heutigen Zeiten ein glückliches Leben zu führen.

Wie besessen hetzen die meisten Menschen — egal ob bettelarm oder ultrareich — dem Geld hinterher. Dabei verpassen sie vor allem eines: ihr Leben. Vom Geld versprechen sie sich Glück, ohne dies jemals zu hinterfragen. Denn würden sie es hinterfragen, fiele ihnen auf, dass selbst die, die schon mehr haben als sie, nicht unbedingt glücklich sind. Andere Menschen mit weniger materiellem Reichtum aber schon. Was macht das Glück also letztendlich aus? Es ist höchste Zeit, die neoliberale Glücks-Ideologie zu hinterfragen und sich differenziert und tiefgründig mit dem Bestreben, das alle Menschen gemeinsam haben, auseinanderzusetzen.

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